Neue Testmethode zum Nachweis von MS

23.11.2011: Mit Hilfe einer speziellen Testmethode sollen bisher schwer diagnostizierbare Krankheiten zukünftig leichter identifiziert werden können. Einem deutschen Forscherteam gelang es, mittels microRNA-Test Krankheiten wie bestimmte Tumore oder Multiple Sklerose nachzuweisen. Die Trefferquote war äußerst hoch.

MicroRNA sind kleine Steuermoleküle, die in hoher Zahl im Blut vorkommen. Bei bestimmten Krankheiten kommen sie entweder in erhöhter Zahl oder in geringeren Mengen vor. Die Forscher untersuchten eine Vielzahl verschiedener microRNA von gesunden und kranken Menschen. Durchschnittlich waren pro Krankheit über hundert dieser Steuermoleküle in ihrer Anzahl verändert.

Mit Hilfe dieses aufwändigen Verfahrens gelang den Wissenschaftern bei der Diagnose von Multipler Sklerose eine beachtliche Trefferquote von 99 Prozent. Weitergehende Forschungen und Adaptierungen an die Praxis sind noch notwendig.

Eine sichere MS-Diagnose würde vielen Menschen Klarheit bringen und eine frühe Therapie ermöglichen. Außerdem können aus den bei einer Krankheit veränderten Steuermolekülen Rückschlüsse auf Entstehen und Krankheitsverlauf gezogen werden. Darauf aufbauend könnten neue Therapieansätze entwickelt werden.

Quelle: Nature Methods, September 2011 / AMSEL e.V.
 

Kommentare

Kommentar schreiben